Karola

Herzlich willkommen bei der Filmeule

Arno Assmann

Geburtsdatum: 30.07.1908

Geburtsort: Breslau, heute Wrocław, Polen

Todesdatum: 30.11.1979

Todesort: Breitbrunn (Herrsching am Ammersee)

Biografie von Arno Assmann

Arno Assmann war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Theaterintendant und Synchronsprecher. Er wurde am 30.07.1908 in Breslau geboren, besuchte dort die Realschule und studierte zunächst Violine und Viola, ehe er sich der Bühne zuwandte.

Erste Engagements führten ihn an Theater in Frankfurt, Görlitz, Kiel und Lübeck. In den 1930er Jahren gehörte er dem Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses an. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte er an mehreren Hamburger Bühnen, ehe er 1955 an die Münchner Kammerspiele wechselte und dort unter anderem in Stücken von Bertolt Brecht und August Strindberg auftrat. Zu seinen bekanntesten Rollen zählten der Napoleon in Madame Sans-Gêne, die Titelrolle in Dantons Tod von Georg Büchner und der Herr von Briest in Effi Briest.

Von 1959 bis 1964 leitete Assmann als Intendant das Staatstheater am Gärtnerplatz in München, von 1964 bis 1968 war er Generalintendant der Städtischen Bühnen Köln.

Parallel zur Bühne drehte er zwischen 1948 und 1979 rund 30 Kinofilme, darunter Der Apfel ist ab (1948), Gabriela (1950) und Max, der Taschendieb (1962). Ab den 1950er Jahren wirkte er zunehmend in Literaturverfilmungen des Fernsehens mit. 1971 spielte er den Jens Ole Jepsen neben Wolfgang Büttner in Deutschstunde, der Verfilmung des Romans von Siegfried Lenz. Es folgten Rollen in dem Mehrteiler Bauern, Bonzen und Bomben (1973), in Der Stechlin (1975) nach dem Roman von Theodor Fontane neben Diana Körner sowie in dem Mehrteiler Jauche und Levkojen (1978).

Als Regisseur inszenierte Assmann zwischen 1958 und 1978 acht Film- und Fernsehproduktionen. Zudem war er als Synchronsprecher in rund 50 Filmen zu hören und lieh unter anderem Stan Laurel sowie in 14 Filmen Eddie Constantine seine Stimme. Daneben wirkte er in fast 100 Hörspielen mit und nahm Sprechplatten für die Label Decca und Philips auf.

Assmann war zweimal verheiratet, zunächst mit der Tänzerin Heide Heidemann, ab 1961 mit der Journalistin Lore Ostermann. In München-Ramersdorf-Perlach wurde später eine Straße nach ihm benannt.

Arno Assmann starb am 30.11.1979 im Alter von 71 Jahren in Breitbrunn am Ammersee.

Demnächst im TV:

Keine aktuellen Sendetermine für Arno Assmann gefunden.

Filmografie - Filme mit Arno Assmann

Jauche und Levkojen

(1978, Fernsehserie)

Der Stechlin

(1975, Fernsehfilm)

Bauern, Bonzen und Bomben

(1973, Fernsehfilm)

Deutschstunde

(1971, Fernsehfilm)

Relevante Schauspieler zu Arno Assmann

Wolfgang Büttner

(geb. 01.06.1912)

Diana Körner

(geb. 24.09.1944)