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Udo Kier

Geburtsdatum: 14.10.1944

Geburtsort: Köln-Lindenthal

Todesdatum: 23.11.2025

Todesort: Rancho Mirage, Kalifornien, USA

Biografie von Udo Kier

Udo Kier, geboren als Udo Kierspe, war ein deutscher Schauspieler. Er kam am 14.10.1944 im Kölner Stadtteil Lindenthal zur Welt, wenige Stunden vor einem Luftangriff auf das Krankenhaus, den Mutter und Kind überlebten. Seine Mutter war eine unverheiratete Schneiderin, seinen Vater lernte er nie kennen. Er wuchs in Köln-Mülheim auf und sang als Messdiener im Kirchenchor.

Nach der Schule arbeitete er als Einkäufer-Lehrling, am Fließband bei Ford und als Fotomodell. Eine reguläre Schauspielausbildung absolvierte er nicht, besuchte jedoch einen Method-Acting-Kurs in München. Mit 16 Jahren lernte er in einer Kölner Bar den späteren Regisseur Rainer Werner Fassbinder kennen. Mit 19 Jahren zog er nach London, arbeitete dort als Kellner und nahm nebenbei Schauspielunterricht.

1966 erhielt er im Alter von 21 Jahren eine kleine Rolle in Alfred Hitchcocks Thriller Der zerrissene Vorhang. Kurz darauf übernahm er in Produktionen um Andy Warhol unter der Regie von Paul Morrissey die Titelrollen in Andy Warhols Frankenstein (1973) und Andy Warhols Dracula (1974), die ihn international bekannt machten.

In Deutschland arbeitete er mehrfach mit Fassbinder zusammen, etwa in Die dritte Generation (1979) und in Bolwieser (1977). In dessen Fernsehserie Berlin Alexanderplatz (1979) spielte er neben Günter Lamprecht, Barbara Sukowa und Hanna Schygulla eine Nebenrolle und in Lili Marleen (1980) stand er erneut mit Hanna Schygulla vor der Kamera.

In den folgenden Jahrzehnten drehte er international, etwa in My Private Idaho (1991) für Gus Van Sant sowie in Blade und Armageddon (beide 1998). Der dänische Regisseur Lars von Trier besetzte ihn wiederholt, unter anderem in Breaking the Waves, Dogville und Melancholia. Seine markante Stimme lieh er zudem dem Bösewicht Yuri im Videospiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 (2000).

Auch dem deutschen Fernsehen blieb er treu: In der Serie Kir Royal (1984–1986) und in der Filmkomödie Die Einsteiger (1985) mit Thomas Gottschalk übernahm er Rollen. Im Fernsehfilm Die Diebin (1998) spielte er den eiskalten Versicherungschef Bühler. In der Tragikomödie Das Leben ist zu lang (2010) verkörperte er den Psychoanalytiker Mohammed Tabatabai, in der österreichischen Mini-Serie Altes Geld (2014) den todkranken Industriellen Rolf Rauchensteiner.

Für sein Lebenswerk im queeren Kino erhielt er 2015 den Special Teddy Award der Berlinale, 2014 den CineMerit Award und 2024 den Europa Award sowie den International Actors Award des Film Festival Cologne. Für seine Hauptrolle in Swan Song (2021) war er als bester Hauptdarsteller für den Independent Spirit Award nominiert.

Bis in die frühen 1990er Jahre lebte er in einer Künstlerkolonie in Köln, gemeinsam mit dem Maler Michael Buthe und dem Videokünstler Marcel Odenbach. 1991 zog er nach Palm Springs in Kalifornien und erwarb 2012 eine Ranch im nahen Yucca Valley. Über sein Privatleben sprach er lange kaum öffentlich; erst 2022 machte er in einem GQ-Interview eine mehr als 20 Jahre andauernde Beziehung publik.

Udo Kier starb am 23.11.2025 im Alter von 81 Jahren in Rancho Mirage, Kalifornien, USA.

Demnächst im TV:

Keine aktuellen Sendetermine für Udo Kier gefunden.

Filmografie - Filme mit Udo Kier

Altes Geld

(2014, Fernsehserie)

Das Leben ist zu lang

(2010, Komödie)

(2007, Komödie)

Auf Herz und Nieren

(2001, Komödie)

Die Diebin

(1998, Krimi)

Die Einsteiger

(1985, Komödie)

Lili Marleen

(1981, Drama)

Berlin Alexanderplatz

(1979, Fernsehserie)

4 gegen Z

(2005-2007, Fernsehserie)

Kir Royal

(1984-1986, Fernsehserie)

Relevante Schauspieler zu Udo Kier

Thomas Gottschalk

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(geb. 18.05.1950)

Günter Lamprecht

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(geb. 21.01.1930)

Hanna Schygulla

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(geb. 25.12.1943)

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(geb. 02.02.1950)