Olli Dittrich
Biografie von Olli Dittrich
Olli Dittrich, bürgerlich Oliver Michael Dittrich, ist ein deutscher Schauspieler, Komiker, Komponist und Musiker. Er wurde am 20.11.1956 in Offenbach am Main geboren, wuchs jedoch überwiegend in Hamburg auf. Seine Mutter war Malerin und Modeillustratorin, sein Vater Journalist und leitete eine Journalistenschule der Axel Springer AG.
Nach der mittleren Reife absolvierte Dittrich von 1975 bis 1978 eine Ausbildung zum Bühnenbildmaler an der Hamburgischen Staatsoper. Parallel entwickelte er früh eine musikalische Leidenschaft, gründete mit 16 Jahren seine erste Skiffle-Band und lernte Gitarre, Schlagzeug und Waschbrett. Von 1978 bis 1985 arbeitete er als Produktmanager bei Polydor Records. In einer anschließenden Phase der Arbeitslosigkeit schrieb er rund 250 Songs und veröffentlichte 1989 unter dem Pseudonym TIM das Album Modern Guy.
Seinen bundesweiten Durchbruch erlebte er mit der RTL-Comedyshow RTL Samstag Nacht, in der er von 1993 bis 1998 als festes Ensemblemitglied zu sehen war und Figuren wie den Aussteiger Dittsche, den Sportparodisten Neues vom Spocht und die Filmparodien der Reihe Olliwood etablierte. Gemeinsam mit Wigald Boning bildete er das Duo Die Doofen, das 1995 mit dem Album Lieder, die die Welt nicht braucht und der Single Mief! einen der größten Charterfolge des Jahres landete.
Von 2001 bis 2006 arbeitete Dittrich wiederholt mit Anke Engelke in der improvisierten Sketchreihe Blind Date zusammen, für die beide 2003 den Grimme-Preis in Gold erhielten. Seit 2004 spielt er in der WDR-Serie Dittsche – Das wirklich wahre Leben über dreißig Staffeln hinweg einen arbeitslosen Philosophen, der in einer Hamburger Imbissbude über das Zeitgeschehen sinniert. Die Sendung entsteht vollständig improvisiert und brachte ihm 2005 einen weiteren Grimme-Preis in Gold sowie 2004 den Deutschen Fernsehpreis ein.
Parallel zur Fernseharbeit trat Dittrich als Schlagzeuger Ringofire in der Country-Band Texas Lightning auf, mit der er beim Eurovision Song Contest 2006 das Lied No No Never vortrug. Ab 2013 produzierte er für die ARD aufwendige Mockumentaries, die Talk- und Frühstücksfernsehformate parodieren. 2011 erschien seine Autobiografie Das wirklich wahre Leben, zu der Loriot das Vorwort verfasste.
Für seine Arbeit wurde Dittrich vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Bayerischen Fernsehpreis (1994, 2003, 2016), dem Bambi (1994, 1995), dem Echo, der Goldenen Stimmgabel, Grimme-Preisen in Gold (1995, 2003, 2005, 2016), dem Deutschen Fernsehpreis (2004), der Goldenen Kamera (2009) und dem Deutschen Comedypreis (2017, 2018, 2019).
Olli Dittrich hat einen Sohn namens Jonathan Henrich, der ebenfalls Musiker ist. Olli Dittrich lebt in Hamburg-Eppendorf.
Demnächst im TV:
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Foto: Superbass / Wikimedia unter CC BY-SA 4.0
Filmografie - Filme mit Olli Dittrich

König von Deutschland
(2013, Komödie)

Die Relativitätstheorie der Liebe
(2011, Komödie)

Carl & Bertha
(2010, Historienfilm)

7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug
(2006, Fantasyfilm)

Der Wixxer
(2004, Komödie)

Frau Rettich, die Czerni und ich
(1998, Komödie)

Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres
(2015-2018, Fernsehserie)
Relevante Schauspieler zu Olli Dittrich

Wigald Boning
(geb. 20.01.1967)

Anke Engelke
(geb. 21.12.1965)
